Christian Kohlund zählt zu den bekanntesten Gesichtern des deutschsprachigen Fernsehens. Bekannt wurde der Schauspieler vor allem durch seine Rolle als Prof. Alexander Vollmers in der Kultserie "Die Schwarzwaldklinik", die 1985 erstmals ausgestrahlt wurde. Doch während seine Karriere damals gerade in Fahrt kam, hatte er bereits eine wichtige private Entscheidung getroffen: Seit 1982 ist Kohlund mit seiner dritten Ehefrau Elke Best verheiratet – eine Verbindung, die bis heute Bestand hat.
Eine ungewöhnliche Karriere im Schlagergeschäft
Elke Best ist keine Schauspielkollegin, wie es bei Kohlunds ersten beiden Ehen der Fall war. Die gebürtige Deutsche machte sich zwischen den frühen 1970er und Anfang der 1980er Jahre einen Namen in der Schlagerszene. Ihre musikalische Laufbahn begann als Sängerin bei der Kölner Gruppe Sandwich, bevor sie solo durchstartete. Namhafte Produzenten wie Peter Maffay und Michael Kunze arbeiteten mit ihr zusammen und verhalfen ihr zu einigen beachtlichen Erfolgen auf dem deutschen Musikmarkt.
Ihr bekanntester Hit war "Die Babies krieg' immer noch ich", der im Herbst 1976 veröffentlicht wurde und ihr eine gewisse Bekanntheit verschaffte. Die Schlagersängerin trat in verschiedenen Fernsehshows auf und tourte durch Deutschland. Doch ihre Karriere sollte nicht nur von musikalischen Höhepunkten geprägt sein – auch ihr Privatleben sorgte für mediales Aufsehen.
Beziehung zur Hamburger Rotlichtszene
Als Elke Best in den 1970er Jahren nach Hamburg zog, lernte sie dort einen Mann kennen, der in einem völlig anderen Milieu tätig war: Thomas Born, besser bekannt unter dem Spitznamen "Karate-Tommy". Born gehörte zur berüchtigten "Nutella-Bande" und war nach eigenen Angaben in der sogenannten "Abteilung Stress" tätig – eine euphemistische Umschreibung für seine Aktivitäten als Zuhälter auf der Reeperbahn.
Die Verbindung zwischen der Schlagersängerin und dem Rotlichtmilieu erregte in den späten 1970er Jahren einiges Aufsehen. Best und Born wurden ein Paar und heirateten schließlich. Die Ehe hielt von 1977 bis Anfang der 1980er Jahre, bevor sie zerbrach. In späteren Interviews sprach Born offen über seine Vergangenheit, ohne jedoch detailliert auf die gescheiterte Ehe einzugehen.
Die Verbindung zwischen Kunst und Halbwelt war in den 1970er Jahren keine Seltenheit – in Hamburg kreuzten sich diese Welten häufiger, als es heute vorstellbar wäre.
Der Neuanfang mit Christian Kohlund
Nach dem Ende ihrer ersten Ehe lernte Elke Best den Schauspieler Christian Kohlund kennen. Für Kohlund war es bereits die dritte Ehe: Zuvor war er mit der österreichischen Schauspielerin Christine Buchegger verheiratet gewesen und hatte anschließend eine vierjährige Beziehung mit der Schauspielerin Sylvana Henriques geführt. Best brachte eine völlig andere Perspektive in sein Leben – eine Frau, die nicht aus dem Schauspielgeschäft kam, sondern aus der Musikbranche und mit einer bewegten Vergangenheit.
Die beiden heirateten 1982 und bekamen gemeinsam zwei Kinder. Anders als viele Promi-Ehen, die nach kurzer Zeit scheitern, hält die Verbindung zwischen Kohlund und Best nun schon über vier Jahrzehnte. Das Paar lebt weitgehend zurückgezogen und hält sein Privatleben aus der Öffentlichkeit heraus – eine bewusste Entscheidung, die sicherlich auch Bests Erfahrungen mit unerwünschter medialer Aufmerksamkeit geschuldet ist.
Kohlunds Karriere während der Ehe
Während seiner Ehe mit Elke Best erlebte Christian Kohlund einige der größten Erfolge seiner Karriere. Die Rolle in "Die Schwarzwaldklinik" machte ihn zum Publikumsliebling, und die Serie entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten deutschen Fernsehformate der 1980er Jahre. Kohlund blieb der Serie bis zur letzten Folge treu und profitierte von der enormen Popularität des Formats.
In den folgenden Jahrzehnten etablierte sich der Schauspieler in verschiedenen Rollen, darunter in Krimiformaten wie dem "Zürich-Krimi". Seine Karriere zeichnet sich durch Beständigkeit aus – ähnlich wie seine Ehe. Beide Partner haben gelernt, mit den Herausforderungen des öffentlichen Lebens umzugehen, ohne dabei ihre Privatsphäre vollständig preiszugeben.
Lehren aus einer ungewöhnlichen Lebensgeschichte
Die Geschichte von Elke Best zeigt, dass Menschen sich verändern und Neuanfänge möglich sind. Nach ihrer Zeit in der Schlagerwelt und ihrer ersten, von Medien begleiteten Ehe fand sie in Christian Kohlund einen Partner, mit dem sie ein stabiles Familienleben aufbauen konnte. Ihre musikalische Karriere gab sie auf, um sich stärker auf ihre Familie zu konzentrieren – eine Entscheidung, die in der heutigen Zeit selten geworden ist.
Bemerkenswert ist auch, dass beide Partner unterschiedliche Lebenswege hinter sich hatten, bevor sie zueinander fanden. Kohlund hatte bereits zwei gescheiterte Beziehungen, Best eine Ehe im Schatten des Rotlichtmilieus. Dennoch gelang es ihnen, eine dauerhafte Partnerschaft aufzubauen, die nun schon mehrere Generationen überdauert hat.
- Elke Best war zwischen 1972 und 1982 als Schlagersängerin aktiv
- Ihr größter Hit "Die Babies krieg' immer noch ich" erschien 1976
- Ihre erste Ehe mit "Karate-Tommy" Born dauerte von 1977 bis Anfang der 1980er
- Seit 1982 ist sie mit Christian Kohlund verheiratet
- Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder
Diskretion als Erfolgsrezept
Ein wesentlicher Faktor für die Langlebigkeit der Ehe dürfte die bewusste Entscheidung sein, das Privatleben aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Anders als viele Prominente, die ihre Beziehungen in sozialen Medien inszenieren, pflegen Kohlund und Best einen zurückhaltenden Lebensstil. Interviews zu ihrer Partnerschaft sind selten, gemeinsame öffentliche Auftritte beschränken sich auf wenige Anlässe.
Diese Diskretion schützt nicht nur die Beziehung selbst, sondern auch die beiden gemeinsamen Kinder, die weitgehend außerhalb des medialen Rampenlichts aufwachsen konnten. In einer Zeit, in der Privatsphäre immer seltener wird, ist diese Haltung bemerkenswert konsequent.
Die in diesem Artikel beschriebenen biografischen Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit persönlicher Lebensumstände.
